Demo für Vielfalt und gegen Ausgrenzung am Sonntag in Wiesbaden

Sonntag, 25.06. // ab 13 Uhr // Hbf Wiesbaden

Das Wiesbadener „Bündnis für Akzeptanz und Vielfalt“ ruft für Sonntag erneut zu einer Demonstration vom Wiesbadener Hauptbahnhof zum Dernschen Gelände auf. Die Demonstration beginnt mit einer Auftaktkundgebung um ca. 14 Uhr und führt über Moritzstraße, Rheinstraße und Wilhelmstraße zum Dernschen Gelände. Dort findet eine Kundgebung statt, die zwischen 17 und 18:00 Uhr mit einer geschlossenen Demonstration über die Bahnhofstraße zurück zum Hauptbahnhof endet.

Ebenfalls am Sonntag wollen sich wieder homophobe Arschlöcher aller Art in Wiesbaden treffen. Ab 15 Uhr ist eine „Demo für alle“ auf dem Luisenplatz angekündigt. Dabei handelt es sich um ein von der AfD unterstütztes Sammelsurium erzkonservativer, christlich-fundamentalistischer und offen neonazistischer Kräfte mit rückwärts gewandtem Gesellschaftsbild. Es wendet sich offen gegen Homosexuelle und allgemein gegen eine sexuelle Vielfalt.

Unterstützt die Demo für Akzeptanz und Vielfalt oder beteiligt Euch an den direkten Aktionen gegen die homophoben Arschlöcher.

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

Infos: https://ihr-seid-nicht-alle.de/

Twitter-Hashtag: #nodfawi

Am 19. April Stacheldraht-Orban den Besuch bei Altkanzler Kohl vermiesen

Altbundeskanzler Helmut Kohl möchte auf seine letzten Tage noch am großen Politik-Rad drehen und hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban zu sich nach Ludwigshafen eingeladen. Über die Motive Kohls können wir nur spekulieren. Will er Merkel brüskieren? Ist er mit 86 Jahren so senil, dass er nicht mehr erkennt, welchen Rechtspopulisten er in sein Haus holt? Oder dreht gar Kohls neue Ehefrau Maike Kohl-Richter im Hintergrund die Fäden?

Die Gründe sind uns egal. Viktor Stacheldraht Orban steht wie kaum ein anderer europäischer Politiker für den Rechtsruck der osteuropäischen Staaten. Systematisch baut er Freiheitsrechte und Pressefreiheit ab und wandelt Ungarn in einen nationalistischen Staat um. Das Ungarn, das 1989 die Grenzen für aus der DDR Geflüchtete öffnete, stellt nun Stacheldraht an seinen Grenzen auf. Während das aufgeklärte Europa dafür stand, Grenzen abzubauen, treibt Orban die Abschottung Europas voran. Das Leid der Menschen, die vor Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit fliehen und im reichen Europa Zuflucht suchen, ist ihm scheißegal.

Wir lassen nicht zu, dass es sich Stacheldraht-Orban ohne Widerstand auf dem Sofa der Familie Kohl gemütlich machen kann. Wir werden so weit wie möglich vor das Privathaus Helmut Kohls ziehen und laut unseren Unmut äußeren. Wir bekämpfen Nationalisten, wo immer sie auftauchen.

Treffpunkt für die Gegenproteste ist der Bahnhof Ludwigshafen-Oggerseim am Dienstag, 19. April um 8:30 Uhr. Um 9 Uhr werden wir zur Zwischenkundgebung auf den Hans-Warsch-Platz ziehen. Danach geht es weiter Richtung Privathaus von Helmut Kohl in der Marbacher Straße. Die Kolone von Stacheldraht-Orban wird zwischen 10 und 14 Uhr in Ludwigshafen-Oggersheim erwartet. Alle Infos findet Ihr auch auf unserer Aktionskarte.

Für offene Grenzen – Gegen die Abschottungspolitik der EU         Stacheldraht-Orban in Ludwigshafen – Nicht mit uns!

Weitere Infos:                                                     https://www.facebook.com/Antifa-Rheinpfalz-1572589213056190/

Twitter-Hashtag: #NoOrbanLu

Aktionskarte

Gründungserklärung Antifaschistische Aktion Rheinpfalz

Starke faschistische Aktivitäten in unserer Region

In Limburgerhof geht eine Unterkunft für geflüchtete Menschen in Flammen auf. Neonazis entern hetzend Infoveranstaltungen der Stadt über Flüchtlingsunterkünfte und sorgen für tumultartige Szenen. In Ludwigshafen verkauft ein Zeitschriftenkiosk rechtsextreme Zeitschriften offen über die Straße. Nazis der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“ veranstalten regelmäßig Aufmärsche im Umland und hetzen offen gegen Ausländer und Flüchtlinge. Während des Wahlkampfes zur letzten Landtagswahl hängen überall Hetzplakate der rechtsextremen Parteien. Die AfD erzielt mit fast 20% in Ludwigshafen das höchste Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz. Dies sind nur einige der Aktivitäten von Neonazis in der Region.

Fehlender antifaschistischer Widerstand

Energischer antifaschistischer Widerstand ist kaum oder nicht vorhanden oder wird von Strukturen aus Mannheim organisiert. Gegenproteste werden gänzlich den bürgerlichen Bündnissen überlassen. Antifaschistische Strukturen, die Anlaufpunkte und Organisationsräume für engagierte Menschen sein könnten, gibt es nicht. Autonom verwaltete linke Begegnungsstätten finden sich ausschließlich in Mannheim. Dies wollen wir nicht länger hinnehmen.

Antifaschistische Aktion Rheinpfalz

Wir, Antifaschistinnen und Antifaschisten aus der Region Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis, dürfen uns nicht länger auf die Strukturen in Mannheim verlassen. Wir sehen es als absolut notwendig an, eigene antifaschistische Strukturen und Netzwerke aufzubauen. Rechtsextreme Aktivitäten in der Stadt und dem Umland müssen endlich energischer bekämpft werden. Dazu bedarf es einen langfristigen Aufbau, den wir mit der Gründung der Antifaschistischen Aktion Rheinpfalz beginnen wollen. Wir sind offen für alle Menschen, die sich mit unserem Selbstverständnis identifizieren.

Teil der radikalen Linken

Wir verstehen uns als Teil der radikalen Linken. Auf den Staat oder die bürgerlichen Bündnisse beim Kampf gegen Faschismus und Rassismus können wir uns nicht verlassen. Neben der antifaschistischen Arbeit wollen wir auch unsere Aktivitäten gegen die herrschenden Verhältnisse ausbauen. Die Überwindung von Kapitalismus und Nationalismus sehen wir als unabdingbare Voraussetzung für ein freies und gerechtes Leben aller Menschen.

Gegen Sexismus und Homophobie

Wir treten für ein selbstbestimmtes Leben und die freie Entfaltung aller Menschen ein. Sexismus und Homophobie dürfen in der Gesellschaft keinen Platz eingeräumt werden. Eine Diskriminierung von Lebensentwürfen, die konservativen Wertvorstellungen angeblich nicht entsprechen, lehnen wir entschieden ab.

März 2016

Wenn Ihr uns schreiben wollt hier unsere Email-Adresse:

antifa_rheinpfalz@riseup.net

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