Ein Genosse ist tot – Am 09.11.1974 starb Holger Meins in den Fängen des Staates

Am 9. November 1974 starb Holger Meins an den Folgen seines Hungerstreiks. Der Staat nahm seinen Tod in Gefangenschaft bewusst in Kauf. Mit seinem Hungerstreik protestierte Holger gegen die unmenschlichen Haftbedingungen, mit denen der Staat alle inhaftierten RAF-Mitglieder folterte.

Paradise Papers, weltweiter Klimawandel, Rohstoffdiebstahl durch Konzerne, Arbeitskräfteausbeutung, Armut und Hunger. Der Kampf gegen den globalen Kapitalismus und die Herrschaft des Geldes ist für uns auch heute noch unausweichlich.

Kein Vergeben. Kein Vergessen.

Die Todesnacht von Stammheim oder der deutsche Rechtsstaat als Farce

Heute vor 40 Jahren tötete der deutsche Staat die Guerillakämpfer Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe in ihren Zellen im Hochsicherheitsgefängnis in Stuttgart-Stammheim. Die Kämpfe der Roten Armee Fraktion (RAF) hatten vorher den kapitalistischen Rechtsstaat als das offenbart, was er ist: eine Farce gemacht zur Herrschaft des Kapitals.

Auch 40 Jahre nach der Todesnacht von Stammheim versucht der deutsche Staat jeglichen Protest gegen die herrschenden kapitalistischen Verhältnisse durch Überwachung, Kriminalisierung und Repressionen zu ersticken. Die völlig überzogene Polizeigewalt und regelrechte Aburteilung selbst kleinster Vergehen als Folge der Proteste gegen den G20-Gipfel in Hamburg zeigen dies überdeutlich. Dabei nimmt dieser die aktuell stärker werdenden nationalistischen Ideologien auf und überdeckt damit die zerstörerischen Auswirkungen des globalen Kapitalismus.

Wir erinnern uns an den Kampf der RAF gegen die beherrschenden kapitalistischen Verhältnisse und folgen einem Aufruf Rudi Dutschkes: „Der Kampf geht weiter!“

Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Heiße Phase gegen den G20-Gipfel in Hamburg beginnt – Nieder mit den Herrschern und Ausbeutern der Welt

Morgen beginnt bei den Aktionen gegen den G20-Gipfel in Hamburg die heiße Phase. Aber bereits in den letzten Tagen haben Bürgermeister Olaf Scholz, Innensenator Andy Grote (beide SPD) und Oberbulle Hartmut Dudde klar gemacht, was sie unter einem Festival der Demokratie verstehen: weitreichende Demonstrationsverbote, Behinderung der Pressefreiheit, rechtswidriges Vorgehen, Entzug von Grundrechten wie schlafen, waschen und essen, ständige Schikanen, umfangreiche Überwachung und Kontrolle, unverhältnismäßige Polizeigewalt, Einsatz von chemischen Kampfstoffen. Selbst die Wasserwerfer ließen sie bereits los. Sie haben Hamburg in einen autokratischen Bullenstaat verwandelt, indem es keine Demokratie mehr gibt.

Für uns ist klar, dass es mit den Schutztruppen des kapitalistischen Systems keinen Frieden geben kann. Wir lassen uns durch Repressionen und Gewalt nicht einschüchtern. Unser Kampf gegen die weltweite Unterdrückung und Ausbeutung vieler für den Reichtum weniger geht weiter. Kommt nach Hamburg und kämpft mit uns gegen die Herrscher und Ausbeuter der Welt.

Do, 06.07. // 19 Uhr // Fischmarkt // Welcome to hell Demo
Fr, 07.07. // ab 7 Uhr // Dezentrale Aktionen gegen das Gipfeltreffen
Fr, 07.07. // 20 Uhr // Reeperbahn // Revolutionäre Demo G20 entern
Sa, 08.07. // 13 Uhr // Deichtorplatz // Revolut. Block auf der Großdemo

Heraus zum revolutionären 1. Mai in Karlsruhe


Wer nicht funktioniert in der kapitalistischen Verwertungsgesellschaft wird aussortiert. Ein Mindestlohn, von dem Mensch nicht Leben kann. Hartz 4 als Stigma für alle, die für die Ausbeutung nicht geeignet sind. Altersarmut droht überall. Nationalismus und Abschottung statt Aufbegehren gegen die herrschenden Verhältnisse. Als Arbeiterklasse brauchen wir eine neue revolutionäre Perspektive. Heraus zum revolutionären 1. Mai in Karlsruhe

Auf die Barrikaden – Hinein in den stadtpolitischen Block auf der revolutionären 1. Mai Demo in Berlin

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter*innen hat eine lange Tradition. Entstanden 1886 durch die nordamerikanische Arbeiterbewegung, die zur Durchsetzung des Achtstundentags zum Generalstreik am 1. Mai aufrief. 1890 wurde dieser „Protest- und Gedenktag“ zum ersten Mal mit Massenstreiks und Massendemonstrationen weltweit begangen. Auch wenn die herrschende Politik diesen Tag allzu gerne als ihren Feiertag der Arbeit okkupieren wollte, widersetzten sich Arbeiter*innen insbesondere an diesem Tag weiter gegen ihre Ausbeutung durch die kapitalistischen Verhältnisse.

Auch die revolutionäre 1. Mai Demonstration in Berlin-Kreuzberg blickt auf eine lange Zeit zurück. Vor 30 Jahren am 1. Mai 1987 kam es in Kreuzberg zu bis dahin nicht gekannten schweren Unruhen, in deren Verlauf sich die Berliner Polizei für mehrere Stunden vollständig aus Kreuzberg 36 zurückziehen musste. Gründe für die Ausschreitungen waren zum einen die Stürmung des Mehringhof in den frühen Morgenstunden durch die Bullen. Als diese dann noch den revolutionären antikapitalistischen Block der DGB-Demo angriffen, wurden im gesamten Gebiet brennende Barrikaden errichtet und vorrückende Bullen angegriffen. Erst im Verlauf der Nacht gelang es den Bullen wieder in den Stadtteil vorzudringen. Der in Folge der Ereignisse seit 1988 eigenständig durchgeführten revolutionären 1. Mai Demonstration gelang es danach wiederholt den revolutionären Gedanken auf die Straßen Kreuzbergs zu bringen.

Auch nach 30 Jahren Kampf für eine solidarische Gesellschaft gibt es Gründe genug, um auf die Barrikaden zu gehen. Berlin hat sich verändert. Die herrschenden kapitalistischen und repressiven Verhältnisse sind geblieben, wenn nicht stärker denn je. Überall nehmen uns nach Profit gierende Investoren den Raum. Wer nicht freiwillig kapituliert und den Reichen Platz macht, den räumen die Bullen als willige Helfer der Herrschenden mit Gewalt beiseite. Mieten steigen in für uns unbezahlbare Höhen. Überall entstehen Luxuswohnungen. Während sich die Regierenden von den Investoren den Champagner bezahlen lassen, sind Zwangsräumungen zum täglichen Überlebenskampf für die Betroffenen geworden. Das werden wir nicht einfach hinnehmen. Die Stadt gehört allen. Nehmen wir sie uns.

Profitgierigen Kapitalismus und repressive Staatsgewalt brauchen wir nicht. Auf die Barrikaden für ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben. Hinein in den Stadtpolitischen Block der revolutionären 1. Mai Demo in Kreuzberg.

Am 1. Mai auf die Barrikaden für ein freies und solidarisches Leben

Revolutionäre 1. Mai Demonstration
01.05. // 18 Uhr // Oranienplatz Berlin-Kreuzberg

Angemeldet oder nicht angemeldet – scheißegal. Wir werden uns gemeinsam mit unserer Berliner Kooperationsgruppe Roter Aufbau Friedrichshain-Kreuzberg an der revolutionären 1. Mai Demo in Berlin-Kreuzberg beteiligen.

Gründe gibts genug. Wir brauchen weder profitgierigen Kapitalismus noch repressive Staatsgewalt. Auf die Barrikaden für ein freies und solidarisches Leben

Rekordüberschuss in Deutschland – Hunger und Krieg in der Welt

Zwei Nachrichten von heute, die so einfach nebeneinander stehen und doch zusammenhängen.

Der deutsche Staat machte im vergangenen Jahr mit 23,7 Milliarden Euro den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung. Dabei erdrückt die deutsche Austeritätspolitik die Volkswirtschaft der südeuropäischen Länder. Aber auch von Migration und den Ausgaben für die Unterbringung von Geflüchteten profitierte die deutsche Wirtschaft. Geschäfte mit Diktatoren und Kriegstreibern verschaffen der deutschen Wirtschaft satte Profite.

Gleichzeitig warnen die Vereinten Nationen (UN) vor einer weltweiten Hungerkatastrophe. 20 Millionen Menschen vor allem in Afrika sind akut von Hunger bedroht. 1,4 Millionen Kindern droht dort der Hungertod. Das Hilfsorganisationen der UN müssen bei den reichen Nationen betteln um die dringend benötigte Nothilfe in Höhe von 5,3 Milliarden Euro zu finanzieren.

Während der deutsche Imperialismus weltweit die Menschen ausbeutet und durch Krieg und Armut in die Flucht treibt, greift hier Nationalismus und Rassismus um sich. Politiker*innen halten schöne Reden und sehen als Lösung die Abschottung Europas und eine verstärkte Abschiebung zu uns geflüchteter Menschen in unsichere Gebiete.

Krieg dem Krieg, Krieg der Unterdrückung, Krieg dem Kapitalismus.
Für eine freie und solidarische Gesellschaft.

Quellen:
http://www.tagesschau.de/inla…/haushaltsueberschuss-109.html
http://www.tagesschau.de/ausland/un-hungerkrise-101.html

Foto:
https://syndikalismus.wordpress.com/2012/03/02/kapitalismus/

Cafe Alerta am 9. Februar in Heidelberg

Das offene Treffen der Antifaschistischen Initiative Heidelberg (AIHD) mit kurzen Inputs zu aktuellen Themen findet jeden zweiten Donnerstag im Monat statt. Beginn ist immer 19:30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, Heidelberg).

Themen am Donnerstag, 09.02.2017:

– Rechtshilfetipps der Roten Hilfe zum Verhalten auf Demos
– Infos zu den geplanten Aktionen gegen den Nazi-Fackelmarsch am 23. Februar in Pforzheim.

Europaweite Demonstration gegen die Arbeitsmarktreform am 14. Juni in Paris

Am 14. Juni 2016 wird europaweit zu einer Großdemonstration gegen die Arbeitsmarktreform nach Paris mobilisiert. Mit hunderttausenden Menschen darf gerechnet werden. Dass es Straßenschlachten mit der Polizei geben wird, ist klar. Neben der Demonstration darf auch mit Aktionen gerechnet werden, z.B. Besetzungen.

Der 14. Juni 2016 wird ein entscheidener Tag für die Protestbewegung in Frankreich sein. Wenn die Demonstration wie erwartet groß und stark ausfallen wird, wird das den Druck auf die Regierung erhöhen.

Zeigen wir Solidarität und reisen am 14. Juni nach Paris.

Zentrale Demo: 13 Uhr – Paris, Place d’Italie

In Deutschland sind am 14. Juni folgende Solidaritätskundgebungen geplant:

– Frankfurt, Konstablerwache – 18:30 Uhr
– Berlin, Pariser Platz – 16 Uhr

Gründungserklärung Antifaschistische Aktion Rheinpfalz

Starke faschistische Aktivitäten in unserer Region

In Limburgerhof geht eine Unterkunft für geflüchtete Menschen in Flammen auf. Neonazis entern hetzend Infoveranstaltungen der Stadt über Flüchtlingsunterkünfte und sorgen für tumultartige Szenen. In Ludwigshafen verkauft ein Zeitschriftenkiosk rechtsextreme Zeitschriften offen über die Straße. Nazis der rechtsextremen Partei „Der dritte Weg“ veranstalten regelmäßig Aufmärsche im Umland und hetzen offen gegen Ausländer und Flüchtlinge. Während des Wahlkampfes zur letzten Landtagswahl hängen überall Hetzplakate der rechtsextremen Parteien. Die AfD erzielt mit fast 20% in Ludwigshafen das höchste Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz. Dies sind nur einige der Aktivitäten von Neonazis in der Region.

Fehlender antifaschistischer Widerstand

Energischer antifaschistischer Widerstand ist kaum oder nicht vorhanden oder wird von Strukturen aus Mannheim organisiert. Gegenproteste werden gänzlich den bürgerlichen Bündnissen überlassen. Antifaschistische Strukturen, die Anlaufpunkte und Organisationsräume für engagierte Menschen sein könnten, gibt es nicht. Autonom verwaltete linke Begegnungsstätten finden sich ausschließlich in Mannheim. Dies wollen wir nicht länger hinnehmen.

Antifaschistische Aktion Rheinpfalz

Wir, Antifaschistinnen und Antifaschisten aus der Region Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis, dürfen uns nicht länger auf die Strukturen in Mannheim verlassen. Wir sehen es als absolut notwendig an, eigene antifaschistische Strukturen und Netzwerke aufzubauen. Rechtsextreme Aktivitäten in der Stadt und dem Umland müssen endlich energischer bekämpft werden. Dazu bedarf es einen langfristigen Aufbau, den wir mit der Gründung der Antifaschistischen Aktion Rheinpfalz beginnen wollen. Wir sind offen für alle Menschen, die sich mit unserem Selbstverständnis identifizieren.

Teil der radikalen Linken

Wir verstehen uns als Teil der radikalen Linken. Auf den Staat oder die bürgerlichen Bündnisse beim Kampf gegen Faschismus und Rassismus können wir uns nicht verlassen. Neben der antifaschistischen Arbeit wollen wir auch unsere Aktivitäten gegen die herrschenden Verhältnisse ausbauen. Die Überwindung von Kapitalismus und Nationalismus sehen wir als unabdingbare Voraussetzung für ein freies und gerechtes Leben aller Menschen.

Gegen Sexismus und Homophobie

Wir treten für ein selbstbestimmtes Leben und die freie Entfaltung aller Menschen ein. Sexismus und Homophobie dürfen in der Gesellschaft keinen Platz eingeräumt werden. Eine Diskriminierung von Lebensentwürfen, die konservativen Wertvorstellungen angeblich nicht entsprechen, lehnen wir entschieden ab.

März 2016

Wenn Ihr uns schreiben wollt hier unsere Email-Adresse:

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