[Berlin] Kundgebung vor der US-amerikanischen Botschaft – Solidarität mit Rojava

Wir haben gestern zusammen mit über 200 überwiegend kurdischen Genoss_innen vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen die Kriegstreiberei des türkischen Präsidenten Erdogan demonstriert. Erdogan hat seine Armee in Syrien einmarschieren lassen und greift die kurdischen Autonomiegebiete an.

Die Kundgebung fand vor der US-amerikanischen Botschaft statt. Hatte die USA bisher die kurdischen Kämpfer_innen gegen den islamischen Verbrecherstaat unterstützt, haben sie sich nun auf die Seite Erdogans geschlagen.

Die Freiheitskämpfer_innen in Rojava und in der Türkei brauchen nun umso dringender unsere Solidarität.

Weg mit dem Verbot der PKK

„Am Dienstag, 24. Mai, war ich das erste Mal in meinem Leben im Knast: ich habe den Genossen Ahmed Celik in der JVA Köln besucht. Er sitzt seit 10 Monaten dort in Untersuchungs-Einzel-Haft. Es wir ihm KEINE konkrete Straftat vorgeworfen – in keiner einzige Zeile der fünf-Aktenordner-dicken Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Aber er ist politischer kurdischer Aktivist, war Vorsitzender des Dachverbandes der kurdischen Vereine in Deutschland. Mit dem Willkürparagrafen 129b wird er kriminalisiert, weil er eine „terroristische Vereinigung im Ausland“ unterstützt: die PKK.

Es ist beschämend, dass die Verfolgung der Kurd*innen durch den türkischen Staat in Deutschland fortgesetzt wird. Das PKK-Verbot muss weg!! Es ist längst völlig widersinnig. Die PKK hat einen erfolgreichen Friedensprozess mitgestaltet und ist verändert. Die PKK ist eine wichtige Kraft gegen den „IS“ und für demokratische Selbstbestimmung.“

http://kommunisten.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=6230%3Aseit-10-monaten-in-untersuchungshaft&catid=42%3Ainland&Itemid=90

Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung

+++ Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung +++
+++ Am 10. April Schulter an Schulter gegen Faschismus +++

Am vergangenen Samstag zogen 400 türkische Nationalist_innen durch Duisburg und griffen kurdische Gegendemonstrant_innen an. Vergangenen Sonntag wiederholte sich das Geschehen in Aschaffenburg, als 600 türkische Nationalist_innen mit nur 30 kurdischen Gegendemonstrant_innen aneinander gerieten, die sich dem nationalistischen Aufmarsch entgegen stellten. Unverhohlen trugen die türkische Nationalist_innen rechtsextremen Parolen durch die Straßen. Immer wieder wurde dabei der Wolfsgruß der rechtsextremen Gruppe „Graue Wölfe“ gezeigt.

Nun rufen rechte türkische Gruppen bundesweit für den 10. April zu weiteren Demonstrationen gegen die kurdische Freiheitsbewegung auf. Rückenwind erhalten diese durch den Merkel-Deal mit Erdogan, der so ohne Kritik aus Deutschland seinen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung eskalieren und die Türkei weiter in einen autoritären Staat führen kann. Auch am 10. April ist in den einzelnen Städten wieder mit einem Aufmarsch von hunderten türkischen Nationalist_innen zu rechnen.

Leider hat die deutsche antifaschistische Szene offenbar noch nicht die Gefahr erkannt, die vom türkischen Nationalismus ausgeht. Verirren sich doch bisher immer nur wenige deutsche Antifaschist_innen an die Seite der kurdischen Gegendemonstrant_innen. Dies muss sich ändern. Wir sind gegen jede Form von Faschismus. Wir fordern Euch auf, Euch solidarisch mit den kurdischen Freiheitskämpfer_innen den türkischen Nationalist_innen entgegenzustellen.

Freiheit für alle Kurden – Weg mit dem Verbot der PKK

In folgenden Städten sind am 10. April Gegendemos zu türkischen Aufmärschen geplant:

Hamburg – 15 Uhr – Sternschanze
Hannover – 16 Uhr
Berlin – 16 Uhr
Düsseldorf – 16 Uhr
Köln – 16 Uhr
Wuppertal – 16 Uhr
Frankfurt – 14:30 Uhr – Hauptwache
Stuttgart – 15 Uhr – Marienplatz
Nürnberg – 16 Uhr
München – 16 Uhr