Nicht lange Fackeln – Aktuelle Infos zu den antifaschistischen Aktionen am 23.02. in Pforzheim

Aktionskarten:

Unten findet ihr die Aktionskarten damit ihr euch vorab schon einmal einen Eindruck verschaffen könnt, aber auch zum selbst ausdrucken. Einmal eine Übersicht von Pforzheim und eine Detailansicht

Demo:

Um 18 Uhr treffen wir uns mit einer kurzen Kundgebung am Bahnhof in Pforzheim, um dann gemeinsam mit einer antifaschistischen Demonstration zum Wartberg zu gehen.
Unser Ziel ist es so nahe wie möglich an die Faschisten dran zu kommen um ihnen so ihre Gedenkminute um 19.47 Uhr zu vermiesen.

Kundgebung:

Auch dieses Jahr wird es die Kundgebung am Hotel Hasenmayer (an der Heinrich-Wieland-Alle) geben. Ab 18 Uhr ist sie Anlaufpunkt und bietet mit Infotisch, an dem unter anderem die Aktionskarten ausliegen, die Möglichkeit, sich auf dem Laufenden zu halten. Hier wird es auch Essen und Getränke, sowie die Möglichkeit zum Toilettengang geben.

Anreise ab Mannheim:

Es wird eine gemeinsame Anreise mit dem Zug von Mannheim nach Pforzheim geben. Treffpunkt ist um 15:30 Uhr am Haupteingang des Hauptbahnhofs.

Ermittlungsausschuss:

Am Freitag ist in Pforzheim wieder ein Ermittlungsausschuss für Euch da. Meldet Festnahmen und Entlassungen dem EA unter 01523 7658669. Es gilt wie immer: Anna und Arthur haltens Maul.

Wetter:

Voraussichtlich bleibt es am trocken aber es wird wohl sehr kalt. Zieht euch also warm an und beteiligt euch an aufwärmenden Aktionen.

Weitere Infos gibt es bei nonazis23feb.blogsport.de

Aktionskarte 1 – Übersicht
Aktionskarte 2 – Wartberg

Nicht lange fackeln – Nazimahnwache am 23.02. in Pforzheim verhindern

Auch in diesem Jahr wollen sich wieder Nazis mit Fackeln auf den Pforzheimer Wartberg stellen und die Kriegsverbrechen durch Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg relativieren. Sie inszenieren in geschichtsrevisionistischer Manier ein Gedenken anlässlich der Bombardierung Pforzheims durch die Alliierten.

Die antifaschistische Demo zum Wartberg startet am 23. Februar um 18 Uhr am Bahnhof Pforzheim. Vor dem Hotel Hasenmayer (Heinrich-Wieland-Allee 105) wird es wieder einen zentralen Anlaufpunkt für Aktionen gegen die Nazis geben. Von Mannheim gibt es eine gemeinsame Anreise mit dem Zug nach Pforzheim. Treffpunkt ist um 15:30 Uhr vor dem Haupteingang des Hauptbahnhofs Mannheim.

Weitere Infos und den vollständigen Aufruf findet ihr  hier.

Unterstützt die antifaschistischen Aktionen und stellt Euch den Nazis entschlossen und kreativ entgegen. Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda!

  • Treffpunkt Zuganreise: 15:30 Uhr – Haupteingang Hbf Mannheim
  • Treffpunkt Antifa-Demo: 18 Uhr  – Bahnhof Pforzheim

Nationalistisch-türkische Demo am 25.02. am Hbf Mannheim – Kurdische Demo am 24.02. auf dem Schlossplatz Mannheim

Türkische Ultranationalisten mobilisieren zu einer Demonstration am Sonntag, 25. Februar um 15 Uhr vor dem Mannheimer Hauptbahnhof. Die Kundgebung unter dem Motto „Schulter an Schulter gegen den Terrorismus“ soll in Gedenken an verstorbene Soldaten im türkischen Angriffskrieg Krieg gegen Kurden in Afrin (Syrien) abgehalten werden.

Zu der kurdischen Kundgebung und Demonstration am Vortag, Samstag, 24.Februar, rufen mehrere linke Organisationen, Vereine und Parteien unter dem Motto „Solidarität mit Afrin“ auf den Mannheimer Schlossplatz von 13 bis 16 Uhr auf.

Quelle: Beobachter News

Umfassendes Register über die Aktivitäten der AfD in der Vorderpfalz geplant

Aktuell erarbeitet unsere Recherche-Abteilung ein umfassendes Register über die Aktivitäten der AfD in der Region Vorderpfalz. Dieses beinhaltet die Dokumentation von Veranstaltungen,  Veranstaltungsräumen, Mandats- und Funktionsträger*innen sowie der Auftritte und Aktivitäten im Internet, insbesondere auf Twitter und Facebook. Ziel ist es, einen Überblick über die gesamten Aktivitäten der AfD zu erhalten und über die Entwicklung, Methoden und Personen der AfD aufzuklären.

Ihr verfügt über entsprechende Informationen? Uns interessieren insbesondere auch nicht öffentlich zugängliche Informationen wie Interne Treffen, Chat-Protokolle oder Gruppendiskussionen.  Lasst uns diese Informationen zukommen, gerne auch vertraulich oder anonym.  Schreibt uns einfach eine Email unter antifa_rheinpfalz@riseup.net. 

Nazis gibts in jedem Kaff – AfD-Stammtisch in Dirmstein

In unserer neuen Serie „Nazis gibts in jedem Kaff“ ist heute Dirmstein an der Reihe. Hier wählten bei der letzten Bundestagswahl mit 16 % überdurchschnittlich viele Bürger*innen die rechtsextreme AfD.  In diesem beschaulichen Dorf im Norden des Landkreises Bad Dürkheim mit knapp 3000 Einwohnern gab es kürzlich sogar einen Stammtisch der AfD.

Gastgeber der AfD-Veranstaltung war das Gasthaus „Zum Ochsen“.  Diese spießige deutsche Gaststätte  passt geradezu idealtypisch zur rückwärts gewandten völkisch-nationalistischen Partei. Das Internet spuckt eine passende Bewertung aus: „Pizza schmeckt nicht hausgemacht, eher nach TK. Tisch lieblos gedeckt, Brandlöcher in der Tischdecke. Verraucht! Und gar nicht mal billig. NO GO“

Wer der Gaststätte die Meinung sagen möchte: Hier gehts zur Facebook-Seite

 

Nazis gibts in jedem Kaff – Nazisticker in Deidesheim entfernt

Vor ein paar Tagen führte uns unsere Kampagne „Halte dein Dorf sauber“ nach Deidesheim. Das Weindorf an der Deutschen Weinstraße wurde durch die Vorliebe Helmut Kohls für den Pfälzer Saumagen weltweit bekannt. Der korrupte Altkanzler führte dort seine wichtigsten Staatsgäste gerne in das Sterne-Restaurant im Deidesheimer Hof, um mit ihnen bei Pfälzer Küche die Herrschaft über die Welt zu besprechen.

Nazis gibts in jedem Kaff. Deidesheim macht da keine Ausnahme. Auch hier, wo die CDU noch über eine satte absolute Mehrheit verfügt, macht sich das rassistische Gift breit. Wir säuberten die Straßen von dem rassistischen Müll.

Es gibt kein ruhiges Hinterland.

 

Wer mischt mit beim neu gegründeten AfD-Ortsverband Haßloch

Vielleicht wollt ihr wissen, ob euer Freund, eure Freundin, euer Nachbar, eure Nachbarin, euer Kollege oder eure Kollegin in Haßloch bei der rassistischen Partei AfD aktiv ist? Wir haben dazu eine kleine Internet-Recherche betrieben und stellen euch erste Ergebnisse nachfolgend vor.

„Wer mischt mit beim neu gegründeten AfD-Ortsverband Haßloch“ weiterlesen

In Haßloch will am Samstag die AfD erneut gegen Geflüchtete hetzen

Am kommenden Samstag will die AfD erneut in Haßloch auftreten. Ab 9:30 Uhr sollen neben dem Landtagsmitglied Joachim Paul noch die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst und der Vorsitzende des neu gegründeten Ortsverbandes Peter Stuhlfauth auf dem Rathausplatz reden. Das von der AfD genannte Motto „Bürger schützen, Asylwahnsinn stoppen!“ hat sie offensichtlich von der NPD übernommen. Die AfD instrumentalisiert damit weiterhin den schwierigen Fall eines in Haßloch untergebrachten Geflüchteten für ihre pauschale Hetze gegen alle Geflüchteten und Muslime.

Der ehemalige Gymnasiallehrer Joachim Paul aus Koblenz ist nach Uwe Junge zweiter Vorsitzender des AfD Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Bemerkenswert ist vor allem seine Mitgliedschaft in der extrem rechten Studentenverbindung „Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn“. Diese Verbindung sorgte 2011 mit ihrer Vorstellung eines völkischen Deutschtums bundesweit für Schlagzeilen. Einen Antrag, nur noch Männer mit deutscher Abstammung aufzunehmen, begründete sie so: „Es sei besonders in Zeiten fortschreitender Überfremdung nicht hinnehmbar, dass Menschen, welche nicht vom deutschen Stamm sind, in die Deutsche Burschenschaft aufgenommen werden“.

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst aus Speyer ist ebenfalls Lehrerin und sitzt in der Bundesprogrammkommission der AfD. Sie teilt Beiträge der rechtsextremen“PI-News“ und äußert sich offen islamfeindlich. Sie tritt gegen die Ehe für alle und gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ein. Auch wettert sie gegen eine angebliche Frühsexualisierung von Kindern an den Schulen.

Ein besonderer Fall ist Peter Stuhlfauth aus Hassloch. Der Polizeihauptkommisar nutzte die aufgeheizte Situation zur Gründung des AfD-Ortsverbands Haßloch, dessen Vorsitzender er wurde. Dabei ist nicht nur die Tatsache problematisch, dass ein offen bekennender Rechtspopulist als Polizist tätig ist. Stuhlfauth soll zudem als Bezirksbeamter vertrauensvoller Ansprechpartner und Kontaktperson der Polizei für alle Bürger*innen vor Ort sein. Wie sollen wir uns das bei muslimischen Bürger*innen vorstellen?

Bei der AfD geben rassistische Hetzer wie Höcke, Gauland und Konsorten den Ton vor. Wir müssen uns auch In Haßloch auf übelste Hetze gegen Geflüchtete, Muslime und alle von der AfD verächtlich als „Gutmenschen“ bezeichnete tolerante und offene Menschen einstellen. Wie überall, wo die AfD auftritt. Vorgeblich will die AfD in Haßloch für die Sicherheit der Bürger*innen eintreten. Sie meint damit jedoch nicht die Sicherheit aller Menschen. Nach der völkisch-rassistischen Vorstellung der AfD sollen sich nur „echte“ Deutsche sicher fühlen können. Allen anderen will sie nach einer herbei fantasierten Machtergreifung den Prozess machen. Das hat nicht nur der rheinland-pfälzische AfD-Vorsitzende Uwe Junge wiederholt deutlich gemacht.

Wir fordern alle anständigen Menschen auf, sich am Samstag in Haßloch der Hetze der AfD entgegenzustellen. Lassen wir nicht zu, dass das diffuse Schüren von Ängsten unsere Gesellschaft weiter vergiftet. Lassen wir nicht zu, dass die AfD uns in finsterste Zeiten des faschistischen Nationalismus zurück katapultiert. Rassismus und Nationalismus sind keine Alternative. sondern führen ins Verderben. Das hat uns die Geschichte eindringlich gezeigt.