Nazis der AfD in Mannheim am 03.02. den Tag vermiesen

Freitag, 03.02. // ab 18 Uhr / Schützenhaus Mannheim, In der Au 22

Die Mannheimer AfD plant eine weitere Veranstaltung im Schützenhaus der Feudenheimer Schützengesellschaft. Am 3. Februar will sie dort ab 19 Uhr ihren Propaganda-Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten Albrecht Glaser vorstellen. Der 74-jährige Glaser sieht seine Rolle als möglicher Bundespräsident nach eigener Aussage dabei eher als Volkstribun. Statt allzu viele moralische Reden zu halten, möchte er lieber einen epochalen nationalistischen Umbruch einleiten. Auch wenn der Chefideologe in der Programmkommision der AfD keine Chance bei der Wahl zum Bundespräsidenten hat, wird der vermessene und größenwahnsinnige Anspruch deutlich, die AfD müsse das deutsche Volk vor einem imaginären drohenden Untergang retten.

Die AfD hat längst ihre konservativ bürgerliche Maske fallen lassen. Spätestens nach der Göbel-Rede von Höcke in Dresden muss jedem anständigen Menschen klar sein, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist. In der Euphorie ihrer Wahlerfolge bemühen sich Parteiführer- und führerinnen nicht einmal mehr, ihr völkisch nationalistisches, rassistisches und chauvinistisches Weltbild zu verbergen. Nach dem kürzlich in Koblenz beim Kongress der rechtsextremen ENF-Fraktion im Europaparlament öffentlich zur Schau getragenen Schulterschluss der europäischen Rechtsextremen träumt die AfD bereits von einem totalen Sieg.

Das Schützenhaus im Mannheimer Stadtteil Feudenheim hat sich inzwischen zum Stammhaus der braun-blauen Partei entwickelt. Bereits zum fünften Mal bietet es den Nazis der AfD eine Bühne für ihre rassistische Hetze. Während die AfD in den meisten Mannheimer Gastbetrieben auch aufgrund starken Widerstands nicht willkommen ist, fühlt sich das Pächter-Ehepaar Kunibert und Brigitte Schmidt umgeben von Nazis offensichtlich wohl. Die Schützengesellschaft Mannheim als Verpächter des Vereinslokals distanziert sich zwar halbherzig von den dort immer wiederkehrenden rechtsextremen Veranstaltungen. Maßnahmen dagegen, wie beispielsweise die Kündigung des Pachtvertrages, unternimmt der Schützenverein allerdings nicht. Offensichtlich hegen die traditionalistischen Schützen entgegen ihres Dementis Sympathien für nationalistisches Gedankengut.

Die weltweite nationalistische Entwicklung ist eine große Gefahr für unsere offene Gesellschaft. Nach der Machtübernahme von Trump sehen sich die europäischen rechtsextremen Parteien weiter im Aufwind. Sie wollen die totale Machtübernahme und damit Deutschland und Europa in finsterste bereits überwunden geglaubte Zeiten zurück katapultieren. Energischer Widerstand gegen den Rechtsruck bleibt unbedingt notwendig. Jede AfD-Veranstaltung muss konsequent bekämpft werden. Für die Besucher_innen deren Veranstaltungen gibt es keine Ausreden mehr.

Unterstützt die Gegenproteste. Stellt Euch den Nazis der AfD entschlossen und kreativ entgegen.

Nazis bekämpfen – immer und überall!

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