Festival und Gedenkveranstaltung für İbrahim Kaypakkaya am Samstag in Ludwigshafen

Samstag, 20.05. // 15:30 Uhr // Friedrich-Ebert-Halle Ludwigshafen

In diesem Jahr jährt sich die Ermordung des türkischen Kommunisten und Revolutionärs Ibrahim Kaypakkaya durch den türkischen Staat zum 44. Mal. Am 18. Mai 1973 starb er im Alter von nur 24 Jahren im Gefängnis des türkischen Geheimdienstes in Diyarbakır an den Folgen seiner Folter. Zu seinen Ehren findet jedes Jahr in der Friedrich-Ebert-Halle ein Kulturfestival statt.

Ibrahim Kaypakkaya war Begründer der Kommunistischen Partei der Türkei (TKP/ML). In ärmlichen und bäuerlichen Verhältnissen aufgewachsen analysierte er schon früh die türkische Klassengesellschaft, bekämpfte den Revisionismus und Pazifismus, entlarvte den faschistischen Charakter des Kemalismus, verteidigte das Selbstbestimmungsrecht der Nationen und gab der Türkei und Nordkurdistan in so jungen Jahren den mächtigen Glauben an eine Revolution.

Die Veranstaltung wird hauptsächlich auf türkisch gehalten. Es wird gemeinsam musiziert und getanzt. Daneben gibt es Vorträge über die aktuelle Lage in der Türkei und über die Parteiarbeit der TKP/ML. Verschiedenen linken Gruppen werden Stände aufstellen und Bücher, T-Shirts, selbstgemachte Gegenstände, Zeitungen und vieles mehr verkaufen.

Peinlicher Auftritt von Ester Seitz und ihrem Häuflein in Karlsruhe – Pegida-Ableger „Karlsruhe wehrt sich“ vor dem Ende

Dass sich Ester Seitz, die selbsternannte Retterin Deutschlands, für keine Peinlichkeit zu schade ist, bewies sie bereits mit ihrer Dauerpräsenz vor dem Ordnungsamt. Gestern lieferte sie in Karlsruhe erneut einen Beweis, dass sie jeglichen Verstand und Realitätssinn verloren hat. Mit 15 (in Worten: fünfzehn) Gleichgesinnten aus ihrem engeren Kreis lief sie eine kleine Runde auf dem Bürgersteig und glaubte damit Deutschland vor dem Untergang zu retten.

Mittlerweile stellen die Bullen die größte Gruppe, wenn Seitz Karlsruhe heimsucht. Über 100 Bereitschaftsbullen, mehrere BFE-Trupps, ca. 15 Ziffen, Staatsschutz – Einsatzleiter Zimmer lies wieder groß aufmarschieren. Dass sich trotz der Lächerlichkeit der Nazi-Minitruppe nach über zwei Jahren im Kreis laufen immer noch ca. 100 Gegendemonstrant*innen einfanden, finden wir ein gutes Zeichen. Eine direkte Konfrontation mit den Bullen ist dieser jämmerliche Haufen jedoch nicht wert. Der Druck auf die Nazis wurde dennoch ständig aufrecht erhalten.

Ester Seitz lies ihre letzten Fans zunächst warten. Erst 15 Minuten zu spät fuhr sie mit ihrem weißen Golf auf den Stephanplatz. Vollbeladen mit Deutschland-Fahnen wurde sie die meisten nicht los, obwohl sie allen Nazis eine aufnötigte. Und dann schlug das Ordnungsamt zurück. Erstmals verweigerte die Staatsmacht den Nazis die Straße. Und so marschierten 15 Deutschlandfahnen getragen von 15 Rassist*innen klaglos und stumm auf dem Bürgersteig eine kleine Runde über die Amalienstraße und Sophienstraße. Ein skurriles Bild. Nach einer wirren Schlussrede von Seitz war der Spuk nach gut einer Stunde bereits wieder zu Ende.

Inzwischen haben alle ernst zunehmenden rechtsextremen Gruppen erkannt, dass Seitz den Verstand verloren hat. Weder bekannte Redner*innen noch die Nazis der rechtsextremen Parteien und Kameradschaften wollen sich noch mit ihr zeigen. Die meisten Rechten mögen es nicht, wenn sie durch einen skurrilen Livestream ständig ihr Gesicht im Internet wiederfinden. Auch mit dem Anfang Juni stattfindenden „Tag der deutschen Zukunft“ hat sie nichts mehr zu tun, obwohl sie den Nazi-Großaufmarsch seinerzeit nach Karlsruhe vermittelte. Seitz beschränkt sich mehr und mehr auf die Facebook-Hetze gegen Muslime und Geflüchtete. Ein weiteres Zeichen ihres grandiosen Scheiterns. Sie sollte es endlich einsehen.

 

Aktionen gegen die AfD-Veranstaltung im Schützenhaus Ma-Feudenheim am Mittwoch, 17.05. ab 19 Uhr

Mittwoch, 17.05. // ab 19 Uhr // Schützenhaus, Mannheim, In der Au 20

Unter dem Motto „Dafür steht die AfD“ will die AfD Mannheim mal wieder ihre rassistische Kackscheiße verbreiten. Ihr Landtagsmitglied Anton Baron und ihr Direktkandidat für die Bundestagswahl Robert Schmidt sollen am kommenden Mittwoch das Wahlprogramm der AfD schmackhaft machen. Wir kennen es bereits und wissen, dass die AfD nicht nur für nationalistische und rassistische Kackscheiße steht. Sie steht auch für ein rückständiges Frauen- und Familienbild. Zu den Rassisten Gauland und Höcke gesellen sich die marktradikalen Ideen einer Alice Weidel

Zum wiederholten Mal stellt das Schützenhaus Feudenheim seine Räume der AfD zur Verfügung und entwickelt sich quasi zum AfD-Stammhaus. Die Inhaber Familie Schmidt stehen fest hinter deren rassistischen Ausrichtung. Die halbherzige Distanzierung der Schützengesellschaft 1744 akzeptieren wir nicht. Selbstverständlich könnte der Verein als Verpächter dafür sorgen, dass in ihren Vereinsräumen keine rechte Hetze verbreitet wird.

Wir rufen Euch auf, die AfD-Veranstaltung kritisch zu begleiten. Und wir rufen Euch auf, dem Schützenhaus und den Inhabern zu zeigen, was von der Unterstützung einer rassistischen Partei zu halten ist.

Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda

Alzey oder der feuchte Traum eines Nazis

Florian Grabowski, der wohl dümmste Nazi der Region, träumt sich eine national befreite Zone in Alzey herbei. Nicht nur, dass er als Anmelder sich von den Bullen bequatschen lies, freiwillig vom Hauptbahnhof zum Südbahnhof zu wechseln um geschützt über Feldwege an den Stadtrand zu laufen. Ganze 19 Nazis hat er zusammenbekommen, um 60 Minuten doof an der Stadthalle rumzustehen. Weder die NPD noch die vielen angekündigten Redner wollten sich mit dem Obernazi der Region zeigen. Gehört hat niemand etwas von Ihnen. Genauso schnell und still, wie sie anmarschierten, sind sie auch wieder verschwunden. Ca. 50 Antifaschist*innen waren ihnen auf den Fersen, so daß die Bullen Mühe hatten, sie zu beschützen. In die Stadt traute sich niemand von Ihnen. Da konnten völlig ungestört Parteien, Gewerkschaften und andere Organisationen mit über 100 Teilnehmer*innen ihre Kundgebung gegen rechts abhalten.

Träum weiter von Hitler, Florian. Aber mach Dir nicht die Hosen nass dabei.

Heute die AfD in Heidelberg geärgert und morgen nach Alzey den Nazis den Tag versauen

Wir wollten heute die vom Landtagsabgeordneten der AfD Rüdiger Klos angekündigte öffentliche Veranstaltung in der Stadtbücherei Heidelberg besuchen. Allerdings mochten die AfD-Rassisten und Rassistinnen unter sich bleiben. Mit Hilfe der Bullen und eines Privaten Sicherheitsdienstes einer Kampfsportschule (Sportakademie Mixed Martial Arts) wurde allen irgendwie links aussehenden Personen der Zutritt auch unter Gewaltanwendung verweigert. Letztendlich fanden ca. 20 AfD-Sympathisant*innen den Weg in den nach der jüdischen Schriftstellerin Hilde Domin benannten Saal. Ausgerechnet.

Nachdem uns rüde der Zugang verweigert wurde positionierten wir uns einfach vor dem Eingang zur Stadtbücherei. Gemeinsam mit über 30 linken Gegendemonstranten sorgten wir für ordentlichen Ärger bei allen rechten Besucher*innen. Vorbei laufende Passant*innen und Anwohner*innen unterstützen uns spontan. Danke hierfür.

Wir stellen eine klare Forderung an die Stadtbücherei Heidelberg: Vermieten sie wenigstens aus Respekt gegenüber dem Vermächtnis von Hilde Domin den nach ihr benannten Saal nie wieder an eine antisemitische und rassistische Partei.

Und morgen geht es ab 13 Uhr nach Alzey den Nazis den Tag versauen. Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda.

Stadt Alzey schafft Wohlfühlzone für Nazis – Direkter Gegenprotest durch Versammlungsbehörde verboten

Am Samstag, 13.05. werden in Alzey nach unserer Einschätzung bis zu 100 teilweise gewaltbereite Nazis auflaufen. Nachdem die Versammlungsbehörde uns heute Abend ihren Auflagenbescheid zustellte wird klar: Stadt und Polizei schaffen eine Wohlfühlzone für die Nazis. Nachfolgend die aktuellen Informationen:

Einen direkten Gegenprotest am Treffpunkt der Nazis am Südbahnhof hat die Versammlungsbehörde verboten. Unsere Gegenkundgebung hat sie auf den Kundenparkplatz der Sparkasse Ecke Kirchplatz/Bleichstraße verlegt, über 150 Meter entfernt vom Kundgebungsplatz der Nazis an der Stadthalle. Dazu hat sie eine zeitliche Begrenzung von 14 bis 16 Uhr festgelegt. So sieht also Hör- und Sichtweite für die Stadt Alzey aus. Die bürgerliche Kundgebung des Bündnisses „Alzey gegen rechts“ hat sich gleich selbst auf den 400 Meter entfernten Rossplatz platziert. Zudem fängt diese rund zwei Stunden vor der Kundgebung der Nazis an. Offen ist für uns noch die Frage, ob die Nazis nach ihrer Kundgebung noch durch die Stadt marschieren wollen. Achtet also auf weitere aktuelle Infos auch über den Twitter-Hashtag #az1305.

Wir haben eine Aktionskarte für Euch erstellt, auf der alle wichtigen Infos vermerkt sind. Wir vermuten, dass die Bullen den Südbahnhof komplett für die Nazis sperren wird. Es ist daher ratsam, mit dem Pkw anzureisen oder am Hauptbahnhof bzw. Westbahnhof auszusteigen. Wir rechnen auch damit, dass die Bullen erkennbare Antifas kontrollieren und ggf. festsetzen werden. Es werden sich sicher auch besoffene aggressive Nazis in den Zügen und im Umfeld des Hauptbahnhofs aufhalten. Stellt euch also darauf ein.

Wir werden die Antifa-Kundgebung als legalen Anlaufpunkt aufrecht erhalten. Daneben rufen wir zu eigenverantwortlichen Aktionen gegen die Nazis auf. Lasst uns gemeinsam den Nazis den Tag versauen. Auf Stadt oder Bullen können wir uns dabei nicht verlassen.

Es gibt kein ruhiges Hinterland – Nazis den Tag versauen.

Auftaktveranstaltung der Nazi-Demo am Samstag in Alzey zum Südbahnhof verlegt

Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Alzey
Samstag, 13.05. // 13 Uhr // Neu: Südbahnhof Alzey

Die Auftaktveranstaltung der Nazi-Demo der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ in Alzey wurde durch die Versammlungsbehörde in Einvernehmen mit dem Anmelder Florian Grabowski vom Hauptbahnhof zum Südbahnhof verlegt. Inzwischen mobilisieren neben Die Rechte und NPD auch die Gruppe „Nationaler Widerstand Zweibrücken“ (ehemalige Kameradschaft Zweibrücken). Wie sich am vergangenen Samstag in Sinsheim zeigte, als ca. 60 Nazis aufmarschierten, hält im Vorfeld des „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe der Burgfrieden zwischen den verschiedenen rechtsextremen Kleinstparteien. Wir erwarten also in Alzey bis zu 100 teilweise gewaltbereite Nazis aller Art.

Für uns ist klar, dass wir uns den Nazis da entgegenstellen, wo sie auftauchen. Wir haben deswegen unsere Gegenkundgebung ebenfalls an den Südbahnhof verlegt. Da es sich bei dem „Bahnhof“ lediglich um einen kleinen Haltepunkt mit einem Bahnsteig handelt, könnte es etwas eng werden. Reist also rechtzeitig an und achtet auf Euren Selbstschutz.

Nazis bekämpfen – immer und überall.

Fahrzeug von Europcar für die NPD im Einsatz – Am kommenden Samstag nächster Auftritt der Nazis in Alzey

Fahrzeug von Europcar als Lautsprecherwagen für die NPD im Einsatz

Der Landesverband Baden-Württemberg der rechtsextremen Partei „Die Rechte“ organisiert den nächsten „Tag der deutschen Zukunft“. Dieser größte bundesweite Aufmarsch gewaltbereiter Nazis aller Art findet am 3. Juni in Karlsruhe-Durlach statt. Die regionalen Strukturen von der NPD und Die Rechte haben einen Burgfrieden geschlossen und treten gemeinsam im Rahmen einer Werbetour in verschiedenen Kleinstädten der Region auf.

Bei dem letzten Auftritt der NPD am vergangenen Samstag in Sinsheim fiel vor allem der Lautsprecherwagen auf, der von Europcar zur Verfügung gestellt wurde. Inwieweit der Autoverleiher Kenntnis vom Einsatz für die Nazis hatte wissen wir nicht. Wir erwarten jedoch eine klare Aussage von Europcar hierzu.

Der nächste Propagandaauftritt der Nazis ist am kommenden Samstag, 13.05. in Alzey (Rheinhessen) vorgesehen. Wir haben ab 13 Uhr eine Gegenkundgebung am Bahnhof Alzey angemeldet. Kommt vorbei. Es gilt, nicht nur den „Tag der deutschen Zukunft“ in Karlsruhe zu verhindern. Wir wollen auch den Aufmarsch der Nazis in Alzey bekämpfen.

Facebook-Event:
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Facebook-Seite von Europcar:
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