[Berlin] [Freiburg] [Stuttgart] Silvester zum Knast

Für eine Gesellschaft ohne Unterdrückung und Knäste. Lassen wir die Geknasteten an Silvester nicht alleine. Deshalb am 31.12. zum Knast.

Stuttgart: 18.00 Uhr // U-Bahn Station Stammheim

Freiburg:  18.00 Uhr // JVA Freiburg

Berlin:      17.00 Uhr // JVA Moabit (Alt-Moabit/Carl-von-Ossietzky-Park)
22.30 Uhr // Demo zur JVA Lichtenberg                                                                                 Treffpunkt: S-Bf. Fankfurter Allee

Infos:
Stuttgart: https://linksunten.indymedia.org/de/node/198514
Freiburg: https://linksunten.indymedia.org/de/node/199654
Berlin: https://linksunten.indymedia.org/de/node/199798

[Berlin] Nach Angriff türkischer Faschisten auf linken Laden – Kämpferische antifaschistische Demo zieht durch Kreuzberg

stopperdogan

 

 

 

 

Nachdem der antifaschistische Laden Red Stuff von türkischen Faschisten angegriffen worden war, riefen neben uns verschiedene antifaschistische Gruppen kurzfristig zu einer Spontandemonstration durch Kreuzberg auf. Etwa 300 deutsche und kurdische Antifaschistinnen und Antifaschisten zogen darauf gestern kämpferisch und lautstark durch das Herz des als linke Hochburg geltenden Berliner Stadtteils. Vom Kottbuser Tor ging es über die Prinzenstraße und Oranienstraße zum Red Stuff in der Waldemarstraße.

Die Antifaschist_innen zeigten deutlich ihre Solidarität mit dem angegriffenen Laden. „Niemals dürfen wir Einschüchterungsversuche oder Angriffe türkischer oder deutscher Faschisten hinnehmen“ so die unmissverständliche Botschaft. „Weg mit dem Verbot der PKK“ und „Erdogan ist ein Mörder und Faschist“ hallten lautstark durch die Straßen Kreuzbergs. Vereinzelte Angriffe und Provokationen durch Erdogans Gefolgschaft auf die Demo beantworteten die Antifaschist_innen entschlossen. Nicht nur einem Propaganda-Trupp Erdogans wurde klar deutlich gemacht, dass Faschisten in Kreuzberg nichts zu suchen haben.

Rednerinnen und Redner gingen zum Auftakt am Kottbusser Tor und am Ende der Demo vor dem Red Stuff auf den Angriff der türkischen Faschisten und die menschenverachtende Politik Erdogans und seiner Vasallenpartei AKP ein. Scharf kritisierten sie auch die Zusammenarbeit der deutschen Regierung mit dem türkischen Staat. Hielt sich die Polizei während der Demo noch zurück, erfolgte nach deren Ende eine unnötige und brutale Festnahme. Wir kennen dieses miese Spiel der Berliner Bullen zur Genüge.

Für uns gilt es an das solidarische und entschlossene Handeln deutscher, kurdischer und internationaler Antifaschistinnen und Antifaschisten anzuknüpfen. Gegen die derzeitige Bedrohung durch deutschen oder türkischen Faschismus bedarf es gemeinsamer Antworten. Der Kampf gegen den Faschismus ist international.

[Mannheim] Antifa verhindert Bürgersprechstunde der AfD

Am 05.12. konnten wir zusammen mit weiteren Antifaschist_innen der Kurpfälzischen Antifa und Mannheim gegen Rechts eine Bürgersprechstunde des AfD-Landtagsabgeordneten in Mannheim verhindern. Bereits unsere Ankündigung von Protesten hatte dazu geführt, dass der Wirt des Spiegelschlösschen in Mannheim-Luzenberg seine Räume kurzfristig für die AfD nicht mehr zu Verfügung stellte.

Zur Sicherheit postierten wir uns mit einer Spontanversammlung vor der geschlossenen Gaststätte. Neben dem Unterstützer des Antisemiten Gedeon und Landtagsabgeordneten Rüdiger Klos tauchten ein paar Hooligan-Gestalten und fünf AfD-Sympathisanten auf. Alle verschwanden nach kurzer Zeit wieder, so dass wir ein halbe Stunde später die Gegendemo wieder beenden konnten.

Einige unschöne Vorfälle zeigten jedoch, wie wichtig auch kleinste Gegenaktionen sind. Die vielen Deutschland-Fahnen in der Straße waren unübersehbar. Auf uns machte es den Eindruck eine national befreiten Zone schaffen zu wollen. Unglaublich auch das Auftreten zweier Zivicops. Aus ihrer Sympathie für die Rechten machten sie keinen Hehl. Provokativ blendeten Sie uns mit einer Taschenlampe.

Krassester Vorfall war der Angriff auf einen Fotojournalisten der Beobachter News abseits unserer Kundgebung. Hooligans griffen ihn an und versuchten ihm unter Drohungen die Kamera zu entreißen. Das Ganze fand unter Anwesenheit des AfD-Landtagsabgeordneten Klos statt. Der Fotograf konnte zwar den Angriff ohne unsere Hilfe abwehren. Der Vorfall zeigt jedoch klar, dass die AfD umfangreiche Kontakte zur gewaltbereiten rechtsextremen Szene hat.

Obwohl nur wenige Antifaschist_innen den Weg nach Luzenberg fanden, stufen wir unsere Aktion als Erfolg ein. Unser Ziel, die öffentliche Veranstaltung des AfD-Landtagsabgeordneten zu verhindern, haben wir trotz negativer Begleiterscheinungen erreicht.

Kleiner Nachtrag: Nebenbei konnten wir einige Anti-Antifa-Schmierereien korrigieren.

Antifa bleibt Handarbeit – Keine Wohlfühlzonen für die AfD